Tomatenliebe

Posted In: Garteln 101

Fun fact, bis vor ca. 3 Jahren hatte ich noch nie eine Tomate gegessen. Dieses runde, rote Gemüse, dass ständig überall als Beilage oder in Salaten zu finden ist, war mir immer ein massiver Dorn im Auge und wenn ich mit Freunden Essen gegangen bin, haben die meisten schon drauf gewartet, dass ein Stück Tomate auf ihren Teller wandert. Richtig… einfach zur Seite schieben und rundherum essen war keine Option. 😉

Fast forward ein paar Jahre und ich kann mir einen Sommer ohne Caprese oder eine Grillerei ohne leckeren Tomatensalat gar nicht mehr vorstellen. Wer weiß was da passiert ist.

Dementsprechend überrascht es mittlerweile keinen mehr, wenn ich im Mai, sobald die Eisheiligen vorbei sind, anfange wie wild die verschiedensten Tomatenpflänzchen ins Beet zu setzten, damit ich über den Sommer hinaus ja immer genug Nachschub habe.

Grundsätzlich sind Tomaten recht einfach selber anzubauen, wenn man einige Kleinigkeiten und Eigenheiten beachtet. (Full disclosure: Ich ziehe Tomaten nicht selber vor, sondern kaufe die jungen Pflänzchen direkt beim Gärtner meines Vertrauens.)

Nachstehend ein paar Tipps und Tricks die ich in den letzten zwei Gartel-Jahren so aufgeschnappt hab.

 

Wann pflanzen:

Tomaten mögen keinen Frost, daher mit dem aussetzen ins Beet unbedingt warten bis die Eisheiligen bzw. Nachtfröste vorbei sind. Wenn ihr es gar nicht erwarten könnt und es nicht mehr all zu kalt ist, könnt ihr die Pflanzen auch schon Ende April setzen und mit einem Tomatenflies vor der Kälte schützen. Solltet ihr natürlich ein Glashaus haben (Lucky you!!!), könnt ihr natürlich schon etwas früher damit beginnen euch die Hände schmutzig zu machen. 😉

Wo pflanzen:

Grundsätzlich kann man Tomaten sowohl im Gemüsebeet als auch im Kübel pflanzen. Wichtig ist ihnen einen möglichst sonnigen Platz und nährstoffreiche Erde zu bieten. Im Zweifel könnt ihr in eurem Beet etwas Kompost ausbringen und einharken und die Bodenqualität zu verbessern.

Beet vs. Kübel

Wer den Platz hat, sollte Tomaten am besten ins Beet setzen (gerne auch etwas tiefer setzen – der Wurzelballen sollte ca. 5cm Erde bedeckt sein), da einzelne Pflanzen im Optimalfall (je nach Sorte) bis zu 2 Meter hoch werden können. Ansonsten lasst euch am besten von eurem Gärtner beraten welche Sorten eher für Topf oder Beet geeignet sind.

Wenn ihr eure Tomaten in Töpfen anbauen wollt, nehmt mindestens einen 10l Topf und stellt ihn zu einer sonnenseitigen Hauswand.

Ein weiterer Punkt den es zu beachten gilt ist, dass Tomaten es so gar nicht mögen, wenn sie nass werden. Wenn ihr die Möglichkeit habt euren Pflanzen ein kleines Dach zu bieten, oder sie so zu pflanzen, dass sie von einem Baum oder ähnlichem etwas vom Regen geschützt werden, ist das hilfreich für eine gute Ernte. Da mein Gemüsebeet mitten im Garten liegt und ich da nicht wirklich ein optisch unschönes Tomatenhäuschen aufstellen möchte, müssen meine Pflanzen da einfach durch. Ich setze die einzelnen Pflanzen einfach etwas weiter auseinander und geize sie regelmäßig aus, damit sie nach einem Regenschauer wieder schneller trocken werden.

Sicher nicht die optimale Lösung aber meiner Ernte hat’s bisher noch nicht sonderlich geschadet. Also, alles gut! 🙂

Damit eure Pflänzchen außerdem nicht umfallen oder knicken sobald die ersten Tomaten auftauchen empfiehlt es sich ihnen eine Stütze oder Rankhilfe zu bieten. Ich nehme dazu handelsübliche geschwungene Eisenstangen und fädle die jungen Pflanzen ein, damit sie einen guten Halt haben.

Nach dem auspflanzen gieße ich die Tomaten einmal ordentlich ein damit sie gut wurzeln können. Beim Gießen immer aufpassen, dass die Blätter nicht nass werden -ggf. können die unteren Blätter auch entfernt werden- da dies sonst Krankheiten begünstigt.

Wann wie wo ausgeizen:

An diesem Punkt scheiden sich ein bisschen die Geister, aber die Idee hinter dem Thema ist durch regelmäßiges ausgeizen einen kräftigeren Haupttrieb mit vielen Früchten zu bekommen. Man bricht einfach die jungen Seitentriebe heraus solange sie noch klein sind. Dann steckt die Pflanze die Kraft eher in die Früchte und nicht in mehr und mehr Blätter.

Düngen und Beetnachbarn:

Da Tomaten einen hohen Nährstoffbedarf haben sollte man vor dem pflanzen, wie oben beschrieben, entweder etwas Kompost in den Boden einarbeiten oder einfach nach dem pflanzen etwas Dünger ausbringen. Ich verwende den hier.

Damit der Platz zwischen den einzelnen Tomatenstauden nicht so leer ist habe ich einige Radieschen reihen dazwischen gepflanzt. Abgesehen davon eignen sich aber auch Kopfsalat, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, oder Lauch und Karotten ganz gut als Nachbarn.

In diesem Sinne, happy gardening! 😉

Tomaten selber pflanzen

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